Beitragserhöhung durch den IPZV geplant!

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Ist der IPZV nicht (doch) wohlhabend?!
Auf der Delegiertenversammlung unseres Landesverbandes Weser-Ems wurden wir vorgewarnt:
Die Beiträge zum IPZV e.V. sollen erhöht werden. Zur Begründung wird angeführt, dass seit Jahren keine Gebührenanpassungen mehr erfolgt sei. Auch unsere Verbandszeitschrift “ Das Islandpferd“ soll deutlich teuerer werden, da diese mit dem derzeitigen Jahresabgabepreise von 5,12 € pro Mitglied nicht mehr zu machen sei.
Auf der Jahreshauptversammlung des IPZV war die Beitragserhöhung  bereits Thema für die Direktmitglieder. Die Beiträge wurden bei einer Vollmitgliedschaft (Unterscheidung Vollmitgliedschaft und Familienmitgliedschaft) von 61,36 EUR auf 75 EUR angehoben; es werden Mehreinnahmen vom rd. 20.000 EUR erwartet.
Wir haben gehofft, dass nun im IPZV eine Diskussion über die geplante Beitragsanpassung für die kooperativen Mitglieder (sprich uns Mitgliedern in den Ortsvereinen) einsetzt. Da dies aber offensichtlich nicht der Fall ist, haben wir uns in unserem Landesverband zusammengesetzt und diesen Leserbrief verfasst – ganz einfach, um die Diskussion im IPZV anzustoßen.
„Das Islandpferd“ ist seit langer Zeit mit 5,12 EUR pro Mitglied nicht zu finanzieren. Das war es eigentlich nie, ging aber trotzdem, es wurde anscheinend nur anders gerechnet. Die Vereinszeitschrift wird von vielen unserer Mitglieder als integraler Bestandteil der Mitgliedschaft im Ortsverein und damit im IPZV e.V. gesehen. Diese Leistung kann und sollte man aus dem Angebot des IPZV nicht herausnehmen!
Der IPZV, heißt es, kann so nicht weiterwirtschaften, sonst drohe ein finanzielles Desaster und der Vorstand könne seinen Auftrag nicht mehr erfüllen. Schön, Direktmitglieder haben sehr oft eine Doppelmitgliedschaft, sowohl im Verein, als auch im Dachverband. Sie müssen häufig auch nicht auf den Cent schauen und sie verfügen  meist über ausreichend Taschengeld.
Aber zu unseren Vereinsmitglieder, deren Interessen wir vertreten müssen. Überlegungen des Präsidiums sehen vor: Verdoppelung der Beitragsgebühren pro Nase (5,12 EUR auf 10 EUR), Verdreifachung der Bezugskosten für „Das Islandpferd“(5,12 EUR auf 15 EUR): Macht Mehreinnahmen (zu den bisherigen Jahreseinnahmen an Mitgliedsgebühren) von: 15,00 € pro Vereinsmitglied.
Aus unserer Sicht käme für den IPZV dabei heraus:
20 770 kooperative Mitglieder (ausgehend von Vollmitgliedschaften) x 15,00 € ergeben laut Adam Riese einen

Mehrbeitrag von:

311 550,00 €

hierzu kommt der Mehrbeitrag der Direktmitglieder von ca:

20 000,00 €

Summa summarum Mehreinnahmen von:

331 550,00 €

Ganz so einfach ist die Rechnung natürlich nicht, da die Beitragsanhebung für Familienmitglieder wahrscheinlich unter 15 EUR liegen wird; genaue Zahlen sind hier leider nicht bekannt – denkbar wären analog zu den Direktmitgliedern 5 EUR. Wir haben festgestellt, dass in unseren Vereinen der Anteil der Einzelmitglieder bei rd. 60 % liegt. Geht man davon aus, dass der Anteil der Einzelmitglieder im Verbandsdurchschnitt bei 50 % liegt, ergeben sich immerhin noch Mehreinnahmen von 155.000 EUR zuzüglich der Mehreinnahmen für Familienmitglieder (geschätzt 50.000 EUR) und der Direktmitglieder (20.000 EUR).
Die Rückstellungen des IPZV betrug im März 2007  245.000,00 €. Davon sollen in diesem Jahr rd. 100.000 EUR (neben den laufenden Einnahmen) ausgegeben werden. Ob die Ausgaben sinnvoll sind, möge bitte jeder selbst entscheiden – ein Blick in den Haushaltplan lohnt sich allemal; vielleicht sogar ein zweiter ....
Es drängt sich nun uns die Frage auf: Was will das Präsidium mit soviel Geld?
Jetzt werden schon in schöner Vorausschau des plötzlichen Reichtums für die Jugendarbeit der Vereine und Betriebe Gelder per Anträge verteilt! Wie das? Muss man sein Geld erst abgeben und dann wieder beantragen, um seine eigene Jugendarbeit zu finanzieren und voranzubringen? Das ist ein bisschen unverständlich. Gerne nehmen wir für Maßnahmen, die wir ohnehin planen und auch schon immer durchführen, finanzielle Unterstützungen an, aber warum will man uns das über eine Preiserhöhung wieder wegnehmen?
Danke natürlich an Carsten Eckard, schon einmal Geld für sein Ressort einzufordern und Nägel mit Köpfen zu machen, aber verständlich ist das nicht. Hat das Präsidium bedacht, dass es ein gewagtes Unterfangen ist, eine Beitragserhöhung in Ortsvereinen ohne Verluste an Mitgliedern einzuführen?
Unsere Situation:
In den letzten Jahren mussten einige von uns ihre Beiträge erhöhen. Für viele Mitglieder war das ein Dilemma. Andere haben Beitragsanhebungen vermeiden können, indem sie für Bahndienste, Arbeiten im Verein, Turnierhelferdienste usw. Arbeits-Zeiten von ihren Mitgliedern einforderten. Wer die nicht erbringen wollte, konnte sich mit einem Ausgleichsbetrag von dieser Pflicht befreien.
Damit, sowie durch steigende Mitgliederzahlen und Aktionen, die zusätzliche Einnahmen erbrachten, konnten wir die Beitragserhöhung moderat gestalten oder sogar ganz vermeiden. Jetzt aber mit 15,00 € für 2008 den Beitragssatz erneut anzuheben, würde die „Leidensfähigkeit“ vieler Mitglieder überfordern. Wir würden Mitglieder verlieren.
Also noch mal zum Jugendressort: warum will man uns Geld geben, das man uns vorher wegnimmt. Spart das ein und lasst die Beitragserhöhung! So werden auch Mitnahmeeffekte vermieden. Wir machen unsere Jugendarbeit ohnehin mit vielen freiwilligen Helfern: Jugendcamps, kostenbefreiter bzw. kostengünstiger Unterricht für Jugendliche, Kaderaufbau, theoretischer Unterricht für Jugendliche, usw.
Darüber hinaus sind wir belastet durch den Ausbau und die Unterhaltung unserer Sportstätten. (Wenn auch nach Ansicht einiger Ehrenämtler des Dachverbandes vereinseigene Anlagen ein hausgemachtes Problem darstellen!)
Ferner werden wir durch die Anhebung der Beiträge der FN, des Landessportbundes und des Pferdesportverbandes belastet (zusätzlich 3,00 bis 5,00 EUR). Für unsere Vereine sind das wichtige Mitgliedschaften, wenn es um Anträge für zusätzliche Fördergelder geht.
Erwachsenenarbeit, Betreuung der Freizeitreiter, Organisation von Vereinsveranstaltungen und –turnieren und, und, und sind auch nicht zum Nulltarif zu haben.
Damit sind unsere Ortsvereinskassen bis an die Grenze ausgereizt.
An eine notwendige Vereinsbeitragserhöhung, um die allgemein wachsenden Kosten in den Griff zu bekommen, wäre über Jahre nicht zu denken, von neuen Projekten ganz zu schweigen – z.B. Schulsport.
Auf der Jahreshauptversammlung wurde als übergeordnetes Ziel des Präsidiums das Gewinnen von mehr Mitglieder (Ziel 30 000) ausgerufen. Gut, aber nicht, wenn man den Ortsvereinen das Leben schwer macht!
Wir prognostizieren bei Erhöhung von Mitgliedsbeiträgen zum IPZV einen allgemeinen Mitgliederschwund, denn wir müssen diese Erhöhung direkt weiterleiten an unsere Mitglieder. Wir haben keine Reserven, die diese Beitragerhöhung decken könnten. Ferner befürchten wir, dass die Vereinsbeiträge aufgrund der Beitragserhöhung die Beiträge der Direktmitglieder übersteigen, was zur Folge hätte, dass Vereinsmitgliedschaften in Direktmitgliedschaft umwandelt werden.
Der richtige Weg aus unserer Sicht ist also:
Die 7.000 Mitglieder mehr zu akquirieren, denn sie erbringen die für den IPZV erwünschte Mehreinnahmen von 70.000,00 €, zusätzlich die Mehreinnahmen der Direktmitglieder von 20.000 € zusammen also  90.000 €.
Wir hoffen, das reicht.
Diese Mehrmitglieder können wir aber nicht werben durch hohe Mitgliedsgebühren. Also, die bessere Entscheidung: günstige Mitgliedschaft bei geringer Gebühr, statt hohe Gebühr mit wenigen Mitgliedern.
Daraus wird ein Schuh, den sich alle anziehen können. Hieran wollen wir alle gerne mitarbeiten.
7000 Mitglieder werben heißt etwas über 50 Mitglieder pro Verein (Betriebe nicht mitgerechnet). Daran lasst uns arbeiten und gebt uns Unterstützung.
Kürzt zunächst die Kosten, wo ihr könnt (z.B. in der Zucht - kostenfreier Zugang zu Worldfengur usw. sind betriebswirtschaftliche Geschenke an professionelle Züchter und interessieren unsere Mitglieder nicht im geringsten), lasst uns unsere Jugendarbeit machen - ohne Papierkrieg, mit Geldern raus aus der Tasche durch Beitragsanhebung und mit Anträgen wieder rein in die Tasche.
Gerne gehen unsere Landesverbandsvorsitzenden mit dem Präsidium die Ausgaben durch, um zu kürzen und vielleicht entdecken sie auch ein paar Einnahmeseiten zusätzlich. Wählt also nicht den einfachsten Weg:
Erhöhung der Beitragsgebühren zum IPZV
Wir rufen daher alle Vereinsvorsitzende und alle Vereinsmitglieder auf, sich mit uns gegen eine Beitragserhöhung zu wehren. Schreibt an das Präsidium, „Das Islandpferd“ und teilt uns Eure Meinung auf unserer Homepage (im Gästebuch oder hier) mit.
Nur wer sich rührt, kann auch etwas bewegen:
Die Vorsitzenden der Ortsvereine der Landesverbandes Weser-Ems e.V.
(Islandpferdereitverein Lingen-Ems e.V., Karl Poprawa; Islandpferde Reit- und Zuchtverein Wiehengebirge e.V., Gaby Kollmeyer; Islandpferde Reit- und Zuchtverein Sandkrug e.V., Ulrike Kayser; Islandpferdereiter Osnabrücker-Land e.V., Claudia Temmeyer, Islandpferdeverein Ems-Dollart e.V., Hendrik Wichert)

Comments

Beitragserhöhung - nicht ratsam!

Es wird immer alles teurer - damit abfinden werden wir uns nicht können, denn irgendwann geht das Geld aus oder aber der Wert der Mitgliedschaft deckt nicht die Kosten.
Diese allgemeine Preisschraube ist hier aber nicht ausschlaggebend für mein Unverständnis, sondern die produktionstechnische Kalkulation des "Islandpferdes".
Als Werbeagenturinhaber - Grafik- und Industriedesigner - kenne ich mich ein wenig im Verlagsgeschäft aus und wundere mich über die Kosten, bzw. fehlenden Gewinne, die eigentlich ein solches Blatt einspielen müßte.
Es gibt Verlage, die wirtschaftlich solche Zeitschriften als kostenlose Postsendung  produzieren - inkl. Redaktion! , erst recht wo viele Arikel von Ihren Ortsverbänden geliefert werden.

Eine Beitragserhöhung werden viele Mitglieder so nicht in Kauf nehmen können und wollen. Die Frage: Warum man denn einem so teuren Dachverband angehören muß stellt sich da sofort.
Islandpferde reiten und halten ist so schon ein unproportional teures Hobby - diese eigentümliche Messlatte nun noch höher zu hängen - insbesondere ohne wirkliche Not - halte ich für alles andere als ratsam.
Nach meinem Kenntnisstand stagnieren so schon die Mitgliederzahlen, die Pferdeverkäufe ebenso, also sollte man schauen, dass man Mitglieder hält und sie angemessen bedient.

Ich kann deshalb nur vorschlagen, denn ein Stillschweigen wird ja als Zustimmung gewertet, dass  eine Unterschriftensammlung hier (nicht nur im IPOL) stattfindet.
Loggt Euch ein und  beschwert Euch in Form  eines  Kommentares, oder  beschwert Euch  mit einem Beitrag im Gästebuch. (Da geht es ja auch ohne einloggen!)

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